SP-VertreterInnen im Salzkammergut fordern günstigen Wohnraum für Junge

Jung, erwachsen, im Salzkammergut. Und jetzt? Die erste eigene Wohnung! „Für viele junge Menschen in unserem Bezirk ist das einfach unleistbar“, so LAbg. Sabine Promberger im Rahmen eines Pressegesprächs gemeinsam mit Altmünsters VzBgmin. Elisabeth Feichtinger und dem Vorsitzenden der Jungen Generation in der SPÖ Salzkammergut Andreas Stadlmayr.

„Wir brauchen neue Modelle und Ideen wie wir jungen Menschen endlich wieder eine gute Chance bieten können, sich ein eigenes Leben aufzubauen!“, so Feichtinger weiter. „5×5 ist ein praktikables Modell – junge Menschen zahlen für fünf Jahre nur 5€ pro Quadratmeter Miete für von der Gemeinde ausgewählte Objekte – für den Rest muss das Land OÖ aufkommen“, fordert Feichtinger weiter. Zudem werden in Altmünster und Laakirchen zu diesem Modell Resolutionen bei der nächsten Gemeinderatssitzung eingebracht.

„Eine Möglichkeit, endlich wieder mehr Geld in den Wohnbau investieren zu können, ist die Zweitwohnsitzabgabe, die insbesondere in touristischen Regionen wie dem Salzkammergut sinnvoll ist“, erläutert Promberger. „Obertraun (48%), Traunkirchen (45%) und Hallstatt (33%) sind nur drei der vielen Beispiele im Bezirk, die eindeutig zeigen, dass ein nicht geringer Prozentsatz der Bevölkerung das Wohnobjekt als Zweitwohnsitz verwendet!“, erklärt Promberger.

„Es wird Zeit, dass junge Menschen im Salzkammergut wieder leistbare Wohnungen bekommen. Mit weniger als einem Prozent des Landes-Wohnbaubudgets könnten demnach mehr als 1000 Junge Wohnungen sofort gefördert werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die jungen Menschen bessere Chancen haben, ihr eigenes Leben bestreiten zu können“, so Stadlmayr abschließend.

SPÖ Gmunden setzt sich für Leistbares Wohnen für Junge ein! Das SPÖ-Modell: „5 x 5 – Junges Wohnen“

In Gmunden ist das Thema „Leistbares Wohnen“ vor allem für junge Menschen ein riesiges Problem. Unsere Jugend „wandert“ in benachbarte Gemeinden „ab“, weil sie sich Wohnen in ihrer Heimatstadt nicht leisten kann. SPÖ-VBürgermeister Christian Dickinger: „Die Politik ist gefordert, hier gegenzusteuern und ebenso intelligente wie leistbare Vorschläge zu unterbreiten!“

Das SPÖ-Modell „5 x 5 – Junges Wohnen“ ist ein solcher Vorschlag, der es gewährleisten würde, für junge Gmunderinnen und Gmundner schnell, flexibel und günstig Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Gemeinderat Stefan Gärber von der „Jungen Generation“ der SPÖ Gmunden: „Die anderen Parteien auf Landesebene sind aufgefordert, unserem Vorschlag zuzustimmen und endlich etwas für die Jugend zu tun, das Problem ist offensichtlich und die Kosten sind überschaubar.“

Dieses Modell, das für Junge zwischen 18 und 30 Jahren für einen Zeitraum bis zu 5 Jahren gelten soll, sieht eine fixe Miete von € 5/m2 brutto inkl. Betriebskosten vor. Die Wohnungsgröße soll max. 60 m2 (plus weitere 10 m2 pro Person) betragen.

Die Gemeinden erhalten die Möglichkeit, Objekte für das Modell „5 x 5“ beim Land Oberösterreich vorzuschlagen. Gemeinsam mit dem Land wird der konkrete Förderbedarf der jeweiligen Wohnungen ermittelt, um auf die Miete von 5 Euro/m² herunterzukommen. Die Kosten für die Förderung sollen vom Land getragen werden.

Wenn die marktübliche Miete einer Wohnung 8 Euro/m² inkl. Betriebskosten (kalt) wäre, dann müsste das Land 3 Euro/m² zuschießen, um eine „5 x 5“ Wohnung zu ermöglichen. Die Gesamtkosten für ein Jahr würden bei einer 60-Quadratmeter-Wohnung 2160 Euro betragen. Mit einem Budgetvolumen von zirka 2,2 Millionen Euro könnten demzufolge 1000 „5 x 5 – Junge Wohnungen“ vom Land Oberösterreich finanziert werden. Der tatsächliche Kostenpunkt dürfte jedoch deutlich niedriger liegen, weil nicht alle Wohnungen der Maximalgröße entsprechen werden und zudem ein Teil der Förderung durch den Wegfall der Wohnbeihilfe kompensiert würde.