Wohnen

Die Mieten sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen und steigen weiter. Das macht es vor allem für junge Menschen immer schwieriger, für die Lebenserhaltungskosten aufzukommen. Gerade in einer Tourismusregion wie dem Salzkammergut ist es oft unmöglich, bezahlbare Wohnungen – seien es Miet- oder Eigentumswohnungen – zu finden.

In einer Region wie dem Salzkammergut ist auch das Phänomen der Zweitwohnsitze sehr weit verbreitet. Viele wohlbetuchte Menschen leisten sich eine Urlaubs- oder Ferienwohnung in unserer Region, was dazu führt, dass Abgaben und Steuern nicht an diesem Urlaubswohnsitz gezahlt werden. Daher fordern wir eine Zweitwohnsitzabgabe zur finanziellen Abgeltung der Infrastruktur in den Salzkammergutgemeinden. Denn es ist gerade die Infrastruktur, die Zweitwohnsitze attraktiv macht.

Junge Menschen stehen oft vor dem Problem, dass sie keine geeigneten Wohnungen finden, um den Schritt zur ersten eigenen Wohnung zu finden. Das „5×5“-Modell soll hierbei Abhilfe schaffen. Es ist daher eine zentrale Forderung der Jungen Generation, dass junge Menschen bis zu einem Alter von 30 Jahren die Möglichkeit haben sollen, eine Startwohnung zu beziehen, deren Miete nicht mehr als 5€ pro Quadratmeter kosten soll. Der Mietvertrag soll hierbei auf 5 Jahre ausgestellt werden. Die Mehrkosten, die für die Gemeinden dadurch entstehen, sollen durch die Wohnbaufördermittel des Landes OÖ abgegolten werden.

Viele Geschäftslokale und Wohnungen stehen in den Salzkammergutgemeinden leer. Dies beruht nicht darauf, dass die Nachfrage nach Wohnungen zu gering ist. Leider wird mit dem Grundrecht Wohnen in unserer Region viel spekuliert. WohnungsbesitzerInnen warten günstige Zeitpunkte ab, Wohnungen zu verkaufen, oder warten schlichtweg darauf, dass die Grundstückspreise und damit auch die Wohnungspreise massiv steigen. Wir stellen uns klar gegen derartige Spekulation und fordern eine Leerstandsabgabe für leerstehende Wohnungen und Geschäftslokale. Denn alle Menschen sollen eine Chance haben, in unserer Region eine bezahlbare Wohnung finden zu können.

Das Grundbedürfnis Wohnen muss für alle Menschen leistbar sein. Daher ist es auch eine unserer zentralen Forderungen, dass der soziale Wohnbau ausgebaut wird. Hierbei sollen bereits bei Umwidmungen die ersten Schritte eingeleitet werden. So soll bei Umwidmungen auf „Bauland“ durch die Gemeinden eine Zweckwidmung für die Kategorie „Sozialen Wohnbau“ beschlossen werden.

Neubauwohnungen sind insbesondere für junge Menschen oft nur attraktiv, wenn sie auch den Anforderungen dieser Menschen entsprechen. So muss es die Möglichkeiten geben, barrierefrei in alle Wohneinheiten zu kommen, Abstellplätze für Fahrräder und Kinderwägen sollen gegen sein. Und auch die Wohnungsaufteilung soll so angepasst werden, dass sowohl 20-Jährige Singles wie auch eine 30-Jährige Jungfamilie ideale Wohnungen zu einem erschwinglichen Preis finden können. Selbiges gilt natürlich auch für ältere MitbürgerInnen, wo auch das Thema Barrierefreiheit eine große Rolle spielen kann.
Die Bezirkskonferenz der Jungen Generation in der SPÖ fordert daher:

  • Wohnungsmöglichkeiten verstreichen auf Grund von Zweitwohnsitzen.Zweitwohnsitzabgabe zur finanziellen Abgeltung für Infrastruktur der Gemeinde. Denn es ist die Infrastruktur, die Zweitwohnsitze attraktiv macht.
  • 5×5 Modell für bezahlbares Wohnen. 5 Jahre – max. 5€ pro Quadratmeter bis zu einem Alter von 30 Jahren. Wohnbauoffensive – Je mehr Wohnungen am Markt sind, desto günstiger sind die Mieten. Nein zur Kürzung der Wohnbaufördermittel
  • Leerstandsabgabe für Wohnungen und Geschäftslokale gegen Spekulation mit dem Grundrecht Wohnen
  • In Bebauungsplänen der Gemeinden soll festgeschrieben werden, dass gewisse Grundstücke bei Umwidmung auf „Bauland“ ausschließlich für sozialen Wohnbau verwendet werden dürfen.
  • Barrierefreiheit für Jung und Alt! – Plätze für Kinderwägen, Rollstühle und Fahrräder